Asien
Die Kohlepreise in Asien entwickelten sich im Jahr 2025 uneinheitlich, geprägt von abwechselnden Angebotsengpässen und Nachfraganpassungen. Im Jahr 2025 fielen die Preise von etwa 101 USD im ersten Quartal auf ein niedrigeres Niveau im zweiten Quartal, bevor sie sich in den folgenden Quartalen allmählich erholten und insgesamt leicht höher schlossen, was moderate Schwankungen von rund 7 % im Laufe des Jahres widerspiegelte. Zu Beginn des vierten Quartals stiegen die Preise an, da Sicherheitsinspektionen, ungünstige Wetterbedingungen und logistische Störungen die Fördermengen der Bergwerke drückten und die Spotverfügbarkeit einschränkten, insbesondere in den wichtigen Förderregionen China und Indonesien. Saisonale Faktoren, darunter kälteres Wetter, stützten die Nachfrage der Energieversorger, was zu Lagerauffüllungen führte und die Spotpreise in die Höhe trieb. Im weiteren Verlauf des Quartals verbesserten sich die Versorgungsbedingungen jedoch durch die Wiederaufnahme des Bergbaubetriebs und erhöhte Liefermengen auf dem Seeweg, wodurch sich die zuvor angespannte Lage entspannte. Gleichzeitig verfolgten die nachgelagerten Abnehmer vorsichtige Beschaffungsstrategien und stellten angesichts ausreichender Lagerbestände auf bedarfsorientierten Einkauf um. Gegen Ende des Quartals bewegte sich der Markt in Richtung eines Gleichgewichts, wobei die nachlassende Nachfrage und das verbesserte Angebot zu einer Preisstabilisierung bis hin zu einem leichten Rückgang führten. Insgesamt spiegelte der asiatische Kohlemarkt kurzfristige Aufwärtstrends wider, auf die eine Normalisierung folgte, als sich die Fundamentaldaten von Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht brachten.
Europa
In Europa zeigten die Kohlepreise im vierten Quartal 2025 eine moderate Volatilität, blieben jedoch relativ stabil, gestützt durch die Dynamik des Energiemarktes und die saisonale Nachfrage. Der Beginn der winterlichen Heizperiode in Verbindung mit einem Rückgang der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und erhöhten Erdgaspreisen führte zu einer verstärkten Abhängigkeit von der Stromerzeugung aus Kohle, was Aufwärtsdruck auf die Preise ausübte. Zudem stärkten politische Diskussionen über die Verzögerung des Ausbaus der Gasinfrastruktur und die Beibehaltung von Kohlekapazitäten im Energiemix die Verbrauchsaussichten. Die Lagerbestände an wichtigen Terminals blieben stabil, während stetige Zuflüsse eine ausreichende Versorgung sicherstellten. Trotz dieser unterstützenden Faktoren wurden die Preisanstiege durch eine gedämpfte industrielle Nachfrage und ein zurückhaltendes Beschaffungsverhalten der Abnehmer begrenzt. Die Marktstimmung reagierte weiterhin empfindlich auf Schwankungen an den Gasmärkten und auf allgemeine politische Maßnahmen zur Energiewende, was zu einem schwankenden, aber dennoch stabilen Preisumfeld während des gesamten Quartals führte.
Nordamerika
Die nordamerikanischen Kohlepreise folgten im vierten Quartal 2025 einem stabilen bis schwachen Trend, was auf ein ausgeglichenes Angebot und eine moderate Nachfrage zurückzuführen war. Während höhere Erdgaspreise und politische Unterstützung die Stilllegung von Kohlekraftwerken verlangsamten und damit für eine gewisse Nachfragestabilität sorgten, begrenzten umfassendere strukturelle Verschiebungen hin zu saubereren Energiequellen das Aufwärtspotenzial. Das Produktionsniveau blieb stabil, und ausreichende inländische Lagerbestände verringerten die Dringlichkeit bei der Beschaffung. Im Einklang mit den globalen Trends übten ein verbessertes internationales Angebot und eine nachlassende Nachfrage im Stahlsektor, die sich insbesondere auf metallurgische Kohle auswirkte, gegen Ende des Quartals weiteren Druck auf die Preise aus. Insgesamt spiegelte die Region das globale Muster wider, bei dem auf eine anfängliche Stützung eine nachlassende Dynamik folgte.