- Globale Aussichten: Der weltweite Markt für Maisstärke entwickelte sich stabil bis fest, da die Volatilität am globalen Maismarkt, der Optimismus hinsichtlich der Exporte und geopolitische Unsicherheiten die Preisstimmung stützten und gleichzeitig starke Korrekturen begrenzten.
- Auswirkungen auf der Angebotsseite: Das Angebot blieb weitgehend ausgeglichen, doch festere Maispreise, Kostenbedenken im Zusammenhang mit Düngemitteln und eine vorsichtige Positionierung der Verkäufer verhinderten aggressive Preisnachlässe und stützten die Marktstimmung.
- Auswirkungen auf die nachgelagerten Märkte: Die nachgelagerten Abnehmer orientierten sich weitgehend an ihrem Bedarf; die Lebensmittel-, Pharma- und Industriebereiche hielten ihre Abnahmemengen stabil, vermieden jedoch angesichts der Kostenunsicherheit eine massive Vorratsbildung.
Asien
Die Preisentwicklung für Maisstärke auf den asiatischen Märkten blieb im ersten Quartal 2026 ausgeglichen und wies einen festen Unterton auf, gestützt durch eine sich verbessernde Stimmung bei den Rohstoffen und eine stabile Nachfrage nachgelagerter Branchen. In China lagen die Maisstärkepreise im Januar im Durchschnitt bei etwa ~2,89 RMB/kg und stiegen im März auf etwa ~3,05 RMB/kg, was einem Anstieg von rund 5 % im Quartalsverlauf entspricht. Der Anstieg wurde in erster Linie durch festere inländische Maispreise, eine knapper werdende Verfügbarkeit in bestimmten Regionen und eine vorsichtige Haltung der Verkäufer getrieben.
Ähnlich verhielt es sich in Indien: Die Preise lagen im Januar im Durchschnitt bei rund ~35,26 INR/kg und stiegen im März auf fast ~36,38 INR/kg, was einem Anstieg von etwa 3 % entspricht. Der Anstieg wurde durch eine stabile Nachfrage aus dem Lebensmittel- und Pharmasektor sowie durch eine positive Stimmung am Rohstoffmarkt gestützt. Insgesamt zeigte der asiatische Markt einen stetigen Aufwärtstrend bei begrenzter Volatilität aufgrund ausgewogener Angebots- und Nachfragedaten.
Europa
Die Maisstärkepreise in Europa folgten im ersten Quartal 2026 einem stabilen bis festen Trend, gestützt durch eine stetige industrielle Nachfrage und eine robuste Produktionswirtschaftlichkeit. In Deutschland war der Markt weiterhin ausreichend versorgt, doch die Preise wurden durch eine feste Stimmung bei Mais als Rohstoff und anhaltende Überlegungen zu den Energiekosten gestützt. Die Nachfrage aus den Bereichen Lebensmittelverarbeitung, Pharmazie und biobasierte Produkte blieb moderat, während die Einkäufer angesichts der allgemeinen Unsicherheit im Agrarsektor bei ihren Beschaffungen weiterhin zurückhaltend agierten. Obwohl hohe Lagerbestände starke Preisanstiege verhinderten, hielten die Anbieter ihre Angebote stabil, was die allgemeine Marktstimmung fest hielt und gegen Ende des Quartals zu einer leichten Aufwärtsbewegung führte.
Nordamerika
Die Preise für Maisstärke in den USA blieben im ersten Quartal 2026 stabil bis fest, geprägt von einer starken Stimmung am Maismarkt und exportgetriebenem Optimismus. Die Aussichten verbesserten sich, da die Nachfrage nach US-Mais robust blieb, gestützt durch eine starke Exportdynamik und die Erwartung, dass sich die Endbestände verknappen könnten, falls Anbaufläche oder Erträge hinter den Erwartungen zurückblieben.
Gleichzeitig trieb der Iran-Konflikt die Preise für Düngemittel und Kraftstoffe in die Höhe, was Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Aussaat und der künftigen Kosten für die Maisversorgung aufkommen ließ, auch wenn die meisten kurzfristigen Lagerbestände weiterhin komfortabel waren. Berichte über geplante Ausweitung der Maisanbauflächen und hohe Lagerbestände im März dämpften zunächst ein stärkeres Aufwärtspotenzial, doch anhaltender Optimismus hinsichtlich der Exportnachfrage, geringere Rentabilität bei konkurrierenden Kulturen sowie Bedenken bezüglich der Wetterbedingungen und der verspäteten Ernte in Brasilien trugen dazu bei, die Stimmung am Rohstoffmarkt stabil zu halten. Diese Entwicklungen im vorgelagerten Bereich führten zu einem Maisstärkemarkt, der von den Produzenten gestützt wurde, die ihre Angebote stabil hielten, während die nachgelagerten Abnehmer ihre Einkäufe weitgehend auf das notwendige Minimum beschränkten.