Die Goldpreise stiegen im zweiten Halbjahr 2025 stark an, angetrieben durch verschärfte geopolitische Spannungen im Nahen Osten und anhaltende Sorgen um die weltweite Inflation, die Anleger dazu veranlassten, in sichere Anlagen zu flüchten. Zu Beginn des Berichtszeitraums stützte die starke Nachfrage aus wichtigen Märkten,
darunter Hongkong, einen stetigen Aufwärtstrend, während Käufe durch Zentralbanken und Zuflüsse in goldgedeckte Fonds die Preise weiter stützten. Später im Halbjahr kam es jedoch zu einer leichten Korrektur der Rallye, da Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China die Marktunsicherheit etwas verringerten und Gewinnmitnahmen zu einem vorübergehenden Rückgang führten.
In Nordamerika und Europa blieb Gold aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit und der zurückhaltenden Anlegerstimmung attraktiv, obwohl die Handelsvolumina als Reaktion auf Entscheidungen der Zentralbanken und Zinserwartungen Schwankungen zeigten. In Indien folgte Gold dem globalen Trend und kletterte zunächst aufgrund internationaler Impulse und einer schwächeren Landeswährung, die die Importkosten erhöhte, auf Rekordhöhen; als es jedoch zu einer Korrektur an den globalen Märkten kam, gaben die Preise leicht nach. Dennoch sorgte die kulturell bedingte Nachfrage im Zusammenhang mit Festen und Hochzeiten für stabile Kaufaktivitäten im Privatkundenbereich und trug dazu bei, den indischen Markt weiterhin zu stützen.
Insgesamt sorgte die Kombination aus geopolitischen Unruhen, Inflationssorgen und anhaltender Nachfrage nach sicheren Anlagen dafür, dass die Goldpreise im gesamten zweiten Halbjahr 2025 weitgehend auf hohem Niveau blieben, wobei es lediglich zu kurzfristigen Korrekturen als Reaktion auf spezifische Marktentwicklungen kam.