- Die weltweiten Neodym-Preise blieben angesichts anhaltender Störungen in der Lieferkette und Exportkontrollen auf hohem Niveau, wobei die Volatilität durch eingeschränkte Handelsströme und begrenzte Veredelungskapazitäten außerhalb Chinas bedingt war.
- Die Kostendynamik wurde durch die knappe Verfügbarkeit von Seltenerdmetallen und Verarbeitungsengpässen geprägt, wobei China 61 % des geförderten Angebots und 91 % der Veredelungskapazitäten kontrolliert und damit die Flexibilität des globalen Angebots einschränkt.
- Die nachgelagerte Nachfrage aus den Bereichen Hochleistungsmagnete, Robotik und Verteidigung blieb strukturell stark, obwohl die Beschaffung aufgrund des Preisdrucks und der Lieferunsicherheit zurückhaltend war.
Im ersten Quartal 2026 wurde die Neodym-Preisentwicklung in erster Linie von Versorgungsengpässen und Handelsdynamiken beeinflusst. Chinas Dominanz in der Wertschöpfungskette der globalen Seltenerdindustrie war schon immer ein wesentlicher Engpass bei der Versorgung des Weltmarktes mit verarbeiteten Seltenerdmetallen. Exportkontrollen und Beschränkungen für Güter mit doppeltem Verwendungszweck wirkten sich zudem auf die Handelsströme aus, insbesondere für wichtige Verbrauchermärkte wie Japan, das fast 15 % zur weltweiten Produktionskapazität für Permanentmagnete beiträgt.
Neben diesen wesentlichen Einflüssen hatte der Iran-Konflikt indirekte Auswirkungen auf die Preisbildung bei Neodym. Störungen auf wichtigen Schifffahrtsrouten und erhöhte Risiken in der Straße von Hormus führten zu steigenden Frachtkosten, Versicherungskosten und Transitzeiten, wodurch sich die Kosten für Seltenerdmaterialien auf dem Weltmarkt erhöhten. Auch höhere Rohölpreise trugen zur kosteninduzierten Inflation bei. Der Konflikt hatte jedoch keine Auswirkungen auf das Angebot an Seltenerdmetallen in Bezug auf die Mengen, und seine Auswirkungen waren eher sekundärer Natur.