- Die weltweiten Nickelpreise zeigten im ersten Quartal 2026 eine uneinheitliche, aber insgesamt rückläufige Entwicklung, da anfängliche Versorgungsbedenken den Markt stützten, während eine schwächere Nachfrage und hohe Lagerbestände die Preise bis März nach unten drückten.
- Die Kostenstützung blieb bestehen, da die weltweite Minenproduktion im Jahr 2025 mit rund 3,7 Millionen Tonnen nach wie vor beträchtlich war, während indonesische Quotenbeschränkungen und Produktionsrisiken die Angebotserwartungen weiterhin beeinflussten.
- Die nachgelagerte Nachfrage blieb uneinheitlich, wobei Edelstahl weiterhin die wichtigste Nachfragestütze darstellte, während die Nachfrage nach Batterien nur begrenzte Unterstützung bot.
Asien
In Asien stiegen die Nickelpreise im Januar aufgrund der positiven Marktstimmung und der Besorgnis über eine knapper werdende Verfügbarkeit von indonesischem Erz an, gaben dann aber bis März nach, als sich der Markt wieder an die tatsächlichen Nachfragebedingungen anpasste. In China lagen die Preise im Januar bei etwa 146,01 RMB/kg und im März bei rund 139,01 RMB/kg, was einem Rückgang von 3,67 % im Berichtszeitraum entspricht. Die Nachfrage nach Edelstahl blieb während der traditionellen Nebensaison schwach, obwohl sich die Aktivität der Stahlwerke im März verbesserte. Es gab zwar eine Nachfrage im Batteriebereich, diese war jedoch nicht stark genug, um den schwächeren Edelstahlverbrauch auszugleichen. In Indien gaben die Preise ebenfalls nach, von 1.645,78 INR/kg im Januar auf 1.622,25 INR/kg im März, was einem Rückgang von 3,73 % entspricht; dabei folgte die Entwicklung dem gleichen Muster: zunächst eine durch das Angebot getragene Stützung, später eine nachfragebedingte Korrektur.
Europa
In Europa gaben auch die Nickelpreise im ersten Quartal 2026 nach. Die Preise bewegten sich von 15,29 EUR/kg im Januar auf 14,93 EUR/kg im März, was einem Rückgang von 3,68 % entspricht. Der Rückgang war vor allem auf einen schwachen Verbrauch in den nachgelagerten Bereichen und eine zurückhaltende Kaufbereitschaft zurückzuführen, trotz anhaltender Bedenken auf der Angebotsseite im Zusammenhang mit den Produktionsbeschränkungen in Indonesien und den Erwartungen einer geringeren Zwischenproduktion. Die Marktunterstützung durch den Edelstahl- und den Batteriesektor blieb begrenzt, sodass sich die Käufer weiterhin auf das Nötigste beschränkten.
Nordamerika
In Nordamerika folgten die Nickelpreise dem allgemeinen globalen Trend: Zunächst wurden sie durch Versorgungssorgen und die allgemeine Konjunkturstimmung gestützt, doch da sich die Nachfrage nicht wesentlich belebte, schwächten sich die Preise anschließend ab. Die Nachfrage nach Edelstahl blieb der Haupttreiber, doch die schwache Kaufbereitschaft der Industrie insgesamt begrenzte das Aufwärtspotenzial.