- Die Propangaspreise verzeichneten weltweit einen deutlichen Aufwärtstrend, der durch Versorgungsengpässe und höhere Logistikkosten im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten gestützt wurde.
- Die Verfügbarkeit von Rohstoffen verschärfte sich, da eingeschränkte Lieferwege durch die Straße von Hormus sowie höhere Fracht- und Versicherungskosten die Produktions- und Transportkosten in die Höhe trieben.
- Die Nachfrage im nachgelagerten Bereich blieb moderat, wobei der Verbrauch in den Bereichen Heizung, Petrochemie und LPG-Beimischung stabil blieb, obwohl wirtschaftlicher Druck ein stärkeres Wachstum begrenzte.
Asien
Die Propanpreise in Asien stiegen im ersten Quartal 2026 aufgrund von Versorgungsengpässen und steigenden Logistikkosten. Der Iran-Krieg unterbrach die Tankerrouten durch die Straße von Hormuz, über die ein erheblicher Teil des LPG-Handels fließt, was die Verfügbarkeit verringerte und die Fracht- und Versicherungskosten erhöhte, was wiederum zu Preisanstiegen führte. In Indien fließen rund 60 % des LPG über die Straße von Hormuz, und Versorgungsengpässe zwangen Raffinerien dazu, alternative Bezugsquellen wie russische Lieferungen zu suchen und gleichzeitig Wartungspläne anzupassen, was die Verfügbarkeit im Inland einschränkte. Die Nachfrage aus dem privaten LPG-Verbrauch und dem petrochemischen Sektor blieb stabil und stützte die Preise trotz des allgemeinen wirtschaftlichen Drucks.
Europa
In Europa blieben die Propanpreise stabil, da Versorgungsengpässe und höhere Importkosten den Markt stützten. Geringere Exporte aus der Golfregion zwangen die Käufer, um die begrenzten Ladungen zu konkurrieren, was zu einem Anstieg der Frachtraten und Versicherungsprämien führte und damit Preissteigerungen zur Folge hatte. Die Umleitung von LNG-Ladungen wirkte sich zudem auf die gesamte Energielogistik aus und verschärfte die Versorgungslage bei verwandten Brennstoffen, darunter auch Propan. Die moderate Nachfrage im nachgelagerten Bereich, insbesondere im Heizungs- und Petrochemiesektor, sowie Befürchtungen hinsichtlich einer Konjunkturabkühlung verhinderten jedoch stärkere Preisanstiege.
Nordamerika
In Nordamerika folgten die Propangaspreise einem Aufwärtstrend, gestützt durch steigende Logistikkosten und Versorgungsunsicherheiten. Der Krieg im Iran erhöhte die Fracht- und Versicherungskosten für Importe, während die eingeschränkte Durchfahrt von Tankern durch die Straße von Hormuz weltweit Sorgen um die Versorgung schürte, was zu Preisanstiegen führte. Anpassungen der inländischen Versorgung und gestiegene Lagerbestände trugen zur Stabilisierung der Verfügbarkeit bei und verhinderten extreme Preisspitzen. Die Nachfrage im Bereich der Wohnraumbeheizung und der Verwendung als Rohstoff in der Petrochemie blieb stabil und stützte das allgemeine Preisniveau.