- Weltweite Rutheniumpreise (1. Quartal 2026): Die Rutheniumpreise stiegen im 1. Quartal 2026 stark an, gestützt durch ein knapper werdendes Angebot und eine zunehmende Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz in den Bereichen Elektronik und Datenspeicherung.
- Auswirkungen auf der Angebotsseite: Das Angebot blieb strukturell begrenzt, da die Rutheniumproduktion weiterhin vom Abbau von Platinmetallen als Nebenprodukt abhängig war und der Produktionsdruck in Südafrika die Marktverfügbarkeit einschränkte.
- Auswirkungen auf die nachgelagerten Märkte: Die stärkere Nachfrage aus den Bereichen Halbleiter, Festplatten und Cloud-Infrastruktur führte zu einer angespannten Spotmarktstimmung und verstärkte die bullische Positionierung der Käufer.
Die Rutheniumpreise stiegen im ersten Quartal 2026 deutlich an und erreichten Mitte März Rekordhöhen, da sich der Markt sowohl aufgrund struktureller Angebotsengpässe als auch aufgrund der wachsenden Nachfrage aus dem Technologiesektor verknappte. Ruthenium überschritt Mitte März die Marke von ~ 1.700 USD/oz, ausgehend von ca. ~500 USD/oz ein Jahr zuvor, was einen außergewöhnlichen Preisanstieg widerspiegelte, der durch Knappheit sowie spekulative und industrielle Käufe angetrieben wurde. Der stärkste Nachfrageimpuls ging vom Ausbau der KI-Infrastruktur aus, insbesondere von der höheren Produktion von Festplatten im Zusammenhang mit steigenden Investitionen in Cloud- und Rechenzentrumsinfrastrukturen, wo Ruthenium in magnetischen Speicherschichten zum Einsatz kommt. Auf der Angebotsseite blieb der Markt äußerst anfällig, da Ruthenium ausschließlich als Nebenprodukt des Abbaus von Platinmetallgruppenmetallen gewonnen wird, der sich weitgehend auf Südafrika konzentriert. Dadurch war die Verfügbarkeit von der allgemeinen Schwäche im PGM-Bergbau abhängig, wobei die südafrikanische PGM-Produktion im Jahresvergleich um etwa 3,8 % zurückgegangen war, während langfristige Investitionsrückgänge bei neuen Minen die bullische Marktstruktur weiter verstärkten.