- Die weltweiten Preise für Kalziumkarbonat blieben im ersten Quartal 2026 weitgehend stabil, wobei regionale Unterschiede zu verzeichnen waren: Während in Asien ein Überangebot herrschte, war die Lage in Europa ausgeglichen und in Nordamerika fester.
- Die Rohstofflage blieb weitgehend stabil, da es keine größeren Störungen bei der Verfügbarkeit im vorgelagerten Bereich gab, wodurch die Produktionskosten in allen Regionen relativ stabil blieben.
- Die nachgelagerte Nachfrage aus den Bereichen Papier, Kunststoffe, Beschichtungen und Lebensmittel blieb konstant, während logistische Störungen die regionalen Preisentwicklungen beeinflussten.
Asien
In Asien zeigte der Kalziumkarbonatmarkt eine uneinheitliche Entwicklung, wobei in China aufgrund von Überangebot und zurückhaltender Beschaffung in den nachgelagerten Bereichen Abwärtsdruck herrschte. Der Aufbau von Lagerbeständen nach der Produktion und das schwache Kaufinteresse aus den Bereichen Kunststoffe, Papier und Lebensmittel führten zu einer nachgiebigeren Preisentwicklung, während die begrenzte Wettbewerbsfähigkeit im Export den Abbau der Lagerbestände einschränkte. Gleichzeitig blieben die Bedingungen bei den Rohstoffen stabil: Die weltweite Kalkproduktion lag 2025 bei etwa 420.000 Tausend Tonnen, wobei China rund 310.000 Tausend Tonnen beisteuerte, was darauf hindeutet, dass es keine größeren Störungen bei der Rohstoffversorgung gab. Kriegsbedingte logistische Probleme, darunter höhere Frachtkosten und Versandverzögerungen, erhöhten jedoch die Einstandskosten und verhinderten stärkere Preisrückgänge. In Indien blieb der Markt relativ stabil, gestützt durch eine konstante Nachfrage aus den Bereichen Bauwesen, Verpackung und Lebensmittelindustrie, obwohl höhere Logistikkosten und die Abhängigkeit von Importen zu einer zurückhaltenden Beschaffung und festen Preisen führten.
Europa
In Europa blieben die Preise für Kalziumkarbonat stabil, gestützt durch ein ausgeglichenes Angebot und eine stetige Nachfrage aus den Bereichen Papier, Beschichtungen, Kunststoffe und Lebensmittelverarbeitung. Eine ausreichende inländische Produktion und kontrollierte Produktionsmengen verhinderten Versorgungsungleichgewichte, während Verbesserungen in der Binnenlogistik die Überlastung der Häfen ausglichen. Erhöhte Frachtkosten und anhaltende geopolitische Störungen führten jedoch zu höheren Wiederbeschaffungskosten, was die Preisstabilität verstärkte.
Nordamerika
In Nordamerika zeigten die Preise gegen Ende des Quartals einen festen Aufwärtstrend, gestützt durch eine knapper werdende inländische Verfügbarkeit und erhöhte Logistikkosten. Begrenzte Importlieferungen und höhere Frachtkosten schränkten die Flexibilität am Spotmarkt ein, während der stetige industrielle Verbrauch in den nachgelagerten Bereichen einen Lageraufbau verhinderte. Steigende Kosten in den vorgelagerten Bereichen und höhere Exportwerte stärkten das Preisvertrauen der Lieferanten zusätzlich.