- Die Kupferpreise zeigten im ersten Quartal 2026 weltweit einen weitgehend stabilen Verlauf, wobei es in China zu geringfügigen Anstiegen und in Indien zu leichten Rückgängen kam – vor dem Hintergrund makroökonomischer Schwankungen und Lagerbestandsdrucks.
- Engpässe bei den Rohstoffen, insbesondere die knappe Verfügbarkeit von Kupferkonzentrat und negative Aufbereitungsgebühren, stützten trotz steigender Lagerbestände weiterhin die Produktionskosten.
- Die Nachfrage im nachgelagerten Bereich blieb uneinheitlich: Starke strukturelle Unterstützung durch Investitionen in neue Energien und das Stromnetz wurde durch einen schwachen saisonalen Verbrauch und Preisresistenz ausgeglichen.
Asien
In China lagen die Preise im Januar bei etwa ~100,31 RMB/kg und im März bei rund ~100,99 RMB/kg, was einem leichten Anstieg von etwa 0,66 % entspricht und auf einen stabilen Trend hindeutet. Der Markt wurde in erster Linie durch die begrenzte Verfügbarkeit von Kupferkonzentrat beeinflusst, was die Wirtschaftlichkeit der Verarbeitung unter Druck setzte und die Flexibilität auf der Angebotsseite einschränkte. Steigende Lagerbestände auf dem Inlandsmarkt schwächten die Spotmarktstimmung, während saisonale Rückgänge während des chinesischen Neujahrsfests die Auslastungsraten in wichtigen nachgelagerten Sektoren wie Draht, Kabel und Haushaltsgeräten verringerten. Die stetige Nachfrage aus dem Bereich der neuen Energien, darunter Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energiesysteme und Elektronik, sorgte jedoch für strukturelle Unterstützung und verhinderte erhebliche Preiskorrekturen.
In Indien sanken die Preise von ~1.178,38 INR/kg im Januar auf ~1.102,52 INR/kg im März, was die gedämpfte Inlandsnachfrage und die Weitergabe globaler Preiskorrekturen widerspiegelte. Die nachgelagerten Branchen hielten angesichts ausreichender Lagerbestände und einer ungewissen Marktrichtung an vorsichtigen Beschaffungsstrategien fest. Die Nachfrage aus baubezogenen Sektoren blieb schwach, während der Verbrauch im Infrastruktur- und Elektrifizierungsbereich nur begrenzte Unterstützung bot, was zu einem insgesamt rückläufigen Preistrend führte.
Europa
Die europäischen Kupferpreise verfolgten einen schwachen bis stabilen Verlauf, beeinflusst durch eine moderate Industriekonjunktur und ein zurückhaltendes Kaufverhalten. Die Nachfrage aus den Bereichen Bau, Automobil und verarbeitendes Gewerbe blieb aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten und Kostendruck verhalten. Gleichzeitig setzte die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen die Region globalen Lieferengpässen aus, was stärkere Rückgänge verhinderte. Anhaltende Investitionen in erneuerbare Energien und den Ausbau der Stromnetze stützten weiterhin die Basisdnachfrage.
Nordamerika
In Nordamerika schwankten die Kupferpreise aufgrund ausgeglichener Angebots- und Nachfragebedingungen innerhalb einer engen Spanne. Während die Nachfrage aus dem verarbeitenden Gewerbe Anzeichen einer Abschwächung zeigte und die Lagerbestände auf hohem Niveau blieben, sorgte der Verbrauch im Zusammenhang mit der Modernisierung des Stromnetzes, der Elektrifizierung und fortschrittlichen Technologien wie Rechenzentren für eine stetige Stützung, wodurch Abwärtsrisiken begrenzt wurden.