- Der globale Glycerinmarkt zeigte im ersten Quartal 2026 eine gemischte bis stabile Entwicklung, da das Überangebot aus China und die reichliche Verfügbarkeit im Zusammenhang mit Biodiesel die Marktstimmung zu Beginn des Quartals belasteten, während kriegsbedingte Transportstörungen und steigende Wiederbeschaffungskosten den Markt gegen März hin verknappten.
- Das Angebot blieb strukturell reichlich, doch wetterbedingte Produktionsrisiken in Indonesien, die starke Exportnachfrage Brasiliens sowie Störungen auf den Handelsrouten im Nahen Osten schränkten die Flexibilität am Spotmarkt ein und verhinderten einen stärkeren Preisrückgang.
- Die Nachfrage aus den Bereichen Pharmazie, Körperpflege, Lebensmittel und industrielle Anwendungen blieb stabil, obwohl die Käufer größtenteils bedarfsorientiert einkauften, da steigende Frachtkosten, verspätete Lieferungen und die Kosteninflation zu einer zurückhaltenderen Beschaffungspolitik führten.
Asien
Die Glycerin-Preisentwicklung auf den asiatischen Märkten spiegelte im ersten Quartal 2026 ein gemischtes, aber zunehmend stabiles Muster wider, das durch das Tauziehen zwischen strukturellem Überangebot und sich verschärfenden Handelsbedingungen geprägt war. Zu Beginn des Quartals belasteten Überkapazitäten in der chinesischen Raffinerieindustrie und aggressive Exporte die regionale Stimmung, insbesondere in Indien, wo die traditionelle Beschaffung aus Südostasien durch günstigere Importe unter Druck geriet. Gleichzeitig wurde das Angebot aus Indonesien weiterhin durch wetterbedingte Störungen und eine knapper werdende Verfügbarkeit von Rohglycerin beeinträchtigt, auch wenn wachsende Raffineriekapazitäten die langfristige Inlandsabsorption verbesserten. Gegen Ende des Quartals schwenkte die Marktstimmung deutlicher nach oben, da der Konflikt zwischen Israel und dem Iran den regionalen Schiffsverkehr beeinträchtigte, die Fracht- und Versicherungskosten in die Höhe trieb und die mit der Chemie- und Pharmaindustrie verbundenen Lieferketten in Indien unter Druck setzte, wodurch Ersatzladungen teurer und Lieferungen weniger vorhersehbar wurden.
Europa
Die Glycerinpreise in Europa blieben im ersten Quartal 2026 stabil bis fest, wobei der Markt weniger durch tatsächliche Knappheit als vielmehr durch den Druck durch Ersatzkosten und Unsicherheiten in der Lieferkette gestützt wurde. Obwohl die allgemeine Verfügbarkeit weiterhin überschaubar war, blieb Europa den schwankenden asiatischen Exportströmen ausgesetzt, insbesondere da das chinesische Überangebot die Wettbewerbsfähigkeit der Importe einschränkte, während logistische Störungen und kriegsbedingte Frachtkostensteigerungen die Stimmung hinsichtlich der Lieferkosten anheizten. Raffiniertes Glycerin fand weiterhin Unterstützung durch Anwendungen in den Bereichen Pharmazie, Lebensmittel und Körperpflege, während die Käufer angesichts erhöhter Transportkosten und einer strengeren Beschaffungsdisziplin selektiv und qualitätsorientiert blieben.
Nordamerika
Die Glycerinpreise in Nordamerika folgten im ersten Quartal 2026 einem stabilen bis festen Trend, gestützt durch eine konstante Nachfrage aus nachgelagerten Branchen und ein Umfeld mit höheren Wiederbeschaffungskosten. Zwar spiegelten sich in den angegebenen Referenzwerten keine größeren regionalen Produktionsstörungen wider, doch war der Markt weiterhin indirekt von globalen Frachtpreisschwankungen, eingeschränkten internationalen Handelsströmen und der durch Biokraftstoffe bedingten Stimmung bei den Rohstoffen betroffen. Die Nachfrage aus den Bereichen Pharmazie, Kosmetik, Lebensmittel und Körperpflege blieb stabil, doch die Beschaffung erfolgte weiterhin zurückhaltend, da die Abnehmer im Laufe des Quartals mit unsicheren Logistikbedingungen, einer festen Marktstimmung bei Raffinadeprodukten und einer allgemeinen Kosteninflation auf dem Chemikalienmarkt zu kämpfen hatten.