- Die Palladiumpreise zeigten insgesamt eine uneinheitliche Entwicklung: Auf einen anfänglichen Rückgang folgte eine teilweise Erholung, die durch geopolitische Entwicklungen ausgelöst wurde.
- Die Rohstofflage blieb ausgeglichen: Ein stetiges Angebot aus dem Bergbau und ein Anstieg des Recyclings sorgten für eine ausreichende Versorgung des Marktes.
- Die Nachfrage im nachgelagerten Bereich blieb schwach, wobei der rückläufige Verbrauch in der Automobilindustrie und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge die Preisstützung begrenzten.
Der Palladiummarkt zeigte im ersten Quartal 2026 ein volatiles Muster. Zunächst verzeichnete die Palladium-Preiskurve einen Abwärtstrend, bedingt durch die starke Entwicklung des US-Dollars, hohe Anleiherenditen, Gewinnmitnahmen nach dem Kursanstieg sowie eine rückläufige Nachfrage nach Kraftfahrzeugen. Der anhaltende Übergang von Verbrennungsmotoren zu Elektrofahrzeugen trug neben stabilen Produktionsmengen und gestiegenen Recyclingquoten weiter zu einem geringeren Einsatz von Palladium in Abgassystemen bei, was zu einem Überangebot führte, das den Preisverfall auslöste.
Dennoch kam es gegen Ende des ersten Quartals 26 zu einer Kehrtwende bei den Preisen, da wachsende geopolitische Spannungen im Iran und im Nahen Osten Befürchtungen hinsichtlich Störungen der Lieferkette schürten, was zu einer Erholung der Preise führte. Zu den weiteren stützenden Faktoren zählten die Bemühungen wichtiger Palladiumproduzenten, die industrielle Nachfrage außerhalb des Automobilsektors anzukurbeln.