- Die weltweiten Zinkpreise blieben im ersten Quartal 2026 stabil, gestützt durch eine angespannte Versorgungslage und geopolitische Risiken, obwohl die Kursentwicklung innerhalb des Quartals aufgrund makroökonomischer Belastungen und einer ungleichmäßigen Nachfrage volatil blieb.
- Die Versorgungslage bei den Rohstoffen blieb auf Konzentrat-Ebene angespannt, während der Krieg im Iran und die Störungen in der Straße von Hormus die Frachtkosten, Versicherungsprämien und Risiken in der Lieferkette für Metalle in die Höhe trieben.
- Die nachgelagerte Nachfrage blieb uneinheitlich, geprägt von schwachen Aktivitäten im Baugewerbe und bei der Verzinkung, während der Infrastruktur- und der Neue-Energie-Sektor aufgrund einer zurückhaltenden Beschaffung nur begrenzte Unterstützung leisteten.
Asien
In China lagen die Zinkpreise im Januar bei etwa 24,43 RMB/kg (Spot FD) und im März bei rund 24,31 RMB/kg, während die Preise im Quartalsvergleich um 11,01 % stiegen. Die Preise standen unter Druck durch eine hohe Produktionsleistung der Hüttenwerke und eine ausreichende Verfügbarkeit von Rohstoffen, während die schwache nachgelagerte Nachfrage im Baugewerbe und bei der Verzinkung den Aufwärtstrend begrenzte. Gleichzeitig führten geopolitische Spannungen und logistische Störungen in der Straße von Hormuz zu höheren Frachtkosten und zusätzlicher Unsicherheit bei den Rohstoffströmen, was die Preise trotz des schwachen Verbrauchs stützte.
In Indien stiegen die Preise von 321,29 INR/kg im Januar auf 337,20 INR/kg im März, gestützt durch eine solide globale Marktstimmung und Versorgungsrisiken. Die Nachfrage blieb jedoch aufgrund des schwachen Stahlverbrauchs in den nachgelagerten Bereichen verhalten, während höhere Logistikkosten und energiebedingte Störungen durch den Iran-Konflikt den Kostendruck entlang der gesamten Lieferkette erhöhten.
Europa
In Europa stiegen die Zinkpreise von 2,80 EUR/kg (Spot FD) im Januar auf 2,85 EUR/kg im März, was einem Anstieg von 9,55 % gegenüber dem Vorquartal entspricht. Der europäische Zinkmarkt blieb trotz steigender weltweiter Bergbauvorräte angespannt, da sich der Metallüberschuss weitgehend auf China konzentrierte und nicht in die westlichen Märkte floss. Europa war weiterhin auf chinesische Exporte angewiesen, um Engpässe zu mildern, was die LME-Preise auf hohem Niveau hielt und die Versorgungslage angespannt ließ, während geopolitische Risiken und Versandbeeinträchtigungen auf wichtigen Routen die Preise zusätzlich stützten.
Nordamerika
In Nordamerika verzeichneten die Zinkpreise einen stabilen bis festen Trend, gestützt durch globale Versorgungsrisiken und einen stabilen Verbrauch. Der Iran-Konflikt und die eingeschränkte Schifffahrtsaktivität durch die Straße von Hormus verschärften die globale Logistiklage, was zu höheren Kosten führte und die Preisentwicklung in der gesamten Region beeinflusste.