- Der weltweite HRC-Markt bewegte sich im ersten Quartal 2026 weitgehend in einer engen Bandbreite, da eine schwache saisonale Nachfrage, hohe Lagerbestände und eine verzögerte Erholung nach den Feiertagen die Stimmung zu Beginn belasteten, während Kostenstützung und Optimismus hinsichtlich der Handelspolitik die Bedingungen gegen Quartalsende verbesserten.
- Das Angebot blieb relativ reichlich, da chinesische Werke nach Wartungsarbeiten die Produktion wieder aufnahmen und sich während der Zeit des chinesischen Neujahrsfests Lagerbestände angesammelt hatten; allerdings trugen feste Preise für Eisenerz und Kokskohle, geringe Margen der Stahlwerke sowie Erwartungen hinsichtlich Produktionsbeschränkungen dazu bei, eine tiefere Korrektur zu verhindern.
- Die Nachfrage aus den Bereichen Automobil, Maschinenbau, Baumaschinen und verarbeitendes Gewerbe blieb größtenteils bedarfsorientiert, wobei verzögerte Lagerauffüllungen und der Kauf kleiner Losgrößen die Transaktionen dominierten, während Exportkanäle und eine politikgetriebene Ersatznachfrage für teilweise Unterstützung sorgten.
Chinas Markt für warmgewalzte Coils zeigte im ersten Quartal 2026 einen schwankenden, aber stabilen Trend. Die Preise lagen im Januar im Durchschnitt bei rund 3.420 RMB/Tonne und gaben im März leicht auf 3.410 RMB/Tonne nach, was einem Rückgang von etwa 0,31 % im Quartalsverlauf entspricht. Zu Beginn des Quartals stand der Markt weiterhin unter Druck, da die Produktion nach Wartungsarbeiten wieder aufgenommen wurde, sich die Lagerbestände während der Feiertage aufgestaut hatten und nachgelagerte Sektoren wie Maschinenbau, Automobilindustrie und Stahlverarbeitung langsamer als erwartet wieder anliefen.
Im Laufe des März verbesserte sich die Lage, da stabile Preise für Eisenerz und Kokskohle die Kostenuntergrenze stützten und die Stahlwerke angesichts der geringen Rentabilität stärkeren Preisnachlässen widerstanden. Die Stimmung wurde zudem durch die Erwartungen im Zusammenhang mit Chinas „Two New“-Politik (groß angelegte Erneuerung von Ausrüstung und Inzahlungnahme von Konsumgütern) gestützt, von der eine Belebung der stahlintensiven Nachfrage in den Bereichen Maschinenbau, Fahrzeuge und Haushaltsgeräte erwartet wird. Gegen Ende des Quartals wurde die Marktstimmung zudem durch den Iran-Konflikt beeinflusst, der zu einem Anstieg der Fracht- und Versicherungskosten führte, die Unsicherheit hinsichtlich der Stahlexporte in die Golfregion erhöhte und die kostenseitige Stützung entlang der gesamten Stahl-Wertschöpfungskette verstärkte. Insgesamt blieb der Markt stabil, es fehlte jedoch an einer starken Aufwärtsdynamik aufgrund der nach wie vor hohen Lagerbestände und der nur allmählichen Erholung der Nachfrage.