- Die weltweiten Eisenerzpreise bewegten sich im ersten Quartal 2026 in einer engen Bandbreite und zeigten nur geringe Schwankungen, da sich Schwankungen auf der Angebotsseite und eine schwache Erholung der Nachfrage gegenseitig ausglichen.
- Der Kostendruck blieb aufgrund höherer Frachtraten und transporttechnischer Engpässe im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen weiterhin hoch, was sich auf die Lieferkosten auswirkte.
- Die nachgelagerte Nachfrage aus dem Stahlsektor blieb moderat, gebremst durch einen schwachen Verbrauch an Stahlfertigprodukten und eine zurückhaltende Produktionstätigkeit der Stahlwerke.
Asien
In China gaben die Eisenerzpreise leicht nach und lagen im Januar bei 0,85 CNY/kg (Spot FD) sowie im März bei 0,82 CNY/kg, während die Quartalspreise im Vergleich zum Vorquartal um etwa 1,59 % stiegen. Der Markt wurde durch eine schwache Stahlnachfrage, eine stabile Roheisenproduktion und den anhaltenden Aufbau von Hafenbeständen beeinflusst, was den Aufwärtstrend begrenzte. Zudem führte der Konflikt im Nahen Osten zu erheblichen Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, was sich auf die Handelsrouten für Stahlexporte auswirkte.
Da die Region ein wichtiges Ziel für chinesischen Stahl darstellt, führten logistische Störungen und Versandverzögerungen zu einer Verringerung der Exporteffizienz und wirkten sich auf die Rohstoffnachfrage aus. Obwohl alternative Routen identifiziert wurden, trugen kurzfristige Handelskonflikte und erhöhte Frachtkosten zu einer zurückhaltenden Beschaffung bei und hielten die Preise unter Druck.
Europa
Der europäische Eisenerzmarkt blieb stabil bis schwach, bedingt durch die Importabhängigkeit und die globalen Angebotsbedingungen. Kriegsbedingte Störungen in der Seelogistik erhöhten die Frachtkosten und führten zu Unsicherheiten bei den Rohstoffströmen, was sich auf die Beschaffungsstrategien auswirkte. Erhöhte Energiepreise ließen die Produktionskosten der Stahlhersteller weiter steigen und schränkten aggressive Einkäufe von Eisenerz ein. Gleichzeitig verhinderten ein ausreichendes globales Angebot und hohe Lagerbestände einen nennenswerten Preisanstieg. Die Nachfrage aus dem Bau- und Fertigungssektor blieb moderat, wodurch sich die Preise in einem engen Bereich bewegten.
Nordamerika
In Nordamerika entwickelten sich die Eisenerzpreise ausgewogen, gestützt durch eine stabile Stahlproduktion, jedoch eingeschränkt durch die weltweite Verfügbarkeit des Angebots. Der geopolitische Konflikt beeinflusste die Marktstimmung durch höhere Energiekosten und Störungen in den globalen Schifffahrtsnetzen, was sich indirekt auf die Rohstoffpreise auswirkte. Zudem sorgten erhöhte weltweite Liefermengen von großen Exporteuren wie Australien und Brasilien für ein ausreichendes Angebot und verhinderten Preisspitzen. Die Rentabilität der Stahlwerke und die Produktionsentwicklung spielten eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung einer stabilen Nachfrage, während logistische Unsicherheiten stärkere Preisbewegungen begrenzten.