- Die Bleipreise zeigten im ersten Quartal 2026 weltweit eine uneinheitliche Entwicklung: Während in Asien leichte Zuwächse zu verzeichnen waren, kam es in Europa zu Rückgängen, da sich das Marktgleichgewicht zwischen einem nachlassenden Überschuss und einer schwachen Nachfrage verschob.
- Die Versorgungslage blieb aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Bleikonzentrat, niedriger Verarbeitungsgebühren und einer geringeren Produktion von Recyclingblei angespannt, was die Preise stützte.
- Die nachgelagerte Nachfrage nach Blei-Säure-Batterien blieb stabil, wobei nur in begrenztem Umfang Lagerbestände aufgefüllt wurden, was trotz der sich verknappenden Versorgung starke Preisanstiege verhinderte.
Asien
In Asien zeigten die Bleipreise einen leicht festen Trend, gestützt durch sich verknappende Angebotsbedingungen. In Indien stiegen die Preise von ~194,30 INR/kg im Januar auf ~197,89 INR/kg im März, was einem Anstieg von 2,87 % gegenüber dem Vorquartal entspricht. Der weltweite Angebotsüberschuss verringerte sich deutlich von 31.600 Tonnen im Vormonat auf 9.700 Tonnen, was den Lagerdruck verringerte und die Preise stützte. Die knappe Verfügbarkeit von Bleikonzentrat und negative Verarbeitungsgebühren schränkten das Rohstoffangebot ein, während die Produktion von recyceltem Blei aufgrund von Verlusten und der begrenzten Verfügbarkeit von Altbatterien auf einem niedrigen Niveau blieb. Die Nachfrage seitens der Hersteller von Blei-Säure-Batterien blieb stabil, wobei die Auslastungsraten auf einem konstanten Niveau lagen; gleichzeitig war die Beschaffung weiterhin zurückhaltend und beschränkte sich auf den unmittelbaren Bedarf, was ein stärkeres Preiswachstum bremste.
Europa
In Europa sanken die Bleipreise von ~1,74 EUR/kg im Januar auf ~1,67 EUR/kg im März, was einem Rückgang von 5,00 % entspricht. Der Rückgang war auf die schwache Nachfrage und den Lageraufbau zu Beginn des Quartals zurückzuführen. Eine saisonale Abschwächung während der Feiertage im Februar führte zu einer geringeren Aktivität in den nachgelagerten Bereichen, während eine verzögerte Erholung in der Batterieproduktion zu einem schwächeren Verbrauch führte. Gleichzeitig trugen ein stabiles Primärangebot in Verbindung mit einer langsamen Erholung der Recyclingproduktion zum Aufbau von Überbeständen bei, was die Preise trotz einer sich weltweit verknappenden Angebotslage belastete.
Nordamerika
In Nordamerika entwickelten sich die Bleipreise aufgrund ausgeglichener Angebotsbedingungen und moderater Nachfrage stabil bis leicht schwach. Zwar bot die weltweite Verknappung des Angebots eine gewisse Stütze, doch hielten die stetige Primärproduktion und begrenzte Lagerauffüllungsaktivitäten die Preisbewegungen in Schach. Die Nachfrage nach Autobatterien blieb konstant, zeigte jedoch kein starkes Wachstum, was den Aufwärtstrend begrenzte.